Die neonazistische Partei „Die Heimat“ (ehemals NPD) und ihre Jugendorganisation „Junge Nationalisten“ (JN) rufen unter dem Motto „Arbeit - Freiheit - Remigration“ zu einer Demonstration zum 1. Mai in Gelsenkirchen auf. Neben ihrer zentralen Demonstration in Gera wollen sie damit auch in der “Stadt der tausend Feuer” den Faschismus auf die Straße tragen. 

Der 1. Mai ist seit seinen Anfängen im Jahr 1889/90 ein internationaler Tag der Arbeiter*innen. Die Nationalsozialisten missbrauchten das Ansehen und die Tradition des 1. Mai für ihre menschenverachtenden, faschistischen Ziele. Am 1. Mai 1933 erklärten sie ihn zum „Nationalen Feiertag des Deutschen Volkes“. Schon am 2. Mai besetzten SA-Trupps im gesamten Reich die Gewerkschaftshäuser,  verhafteten Mitarbeitende und beschlagnahmten ihr Vermögen. Parteien wie SPD und KPD, Gewerkschaften und die Arbeiterwohlfahrt wurden verboten. Es folgten 12 Jahre blutiger Terrorherrschaft und der Zweite Weltkrieg mit Millionen Toten und Verletzten. Nie wieder!

Offener Brief
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Welge !
Für eine Zeitenwende in Gelsenkirchen.

Gelsenkirchen einst "Stadt der zehntausend Feuer" ist zu einer Stadt "Der zehntausend Gefeuerten" geworden. Die ärmste Stadt Deutschlands weist Ende Dezember 2024 eine
Arbeitslosenquote von 14,8 % aus. Das entspricht 20.108 Arbeitslose.Hinzugerechnet werden müsste die Quote der "Unterbeschäftigung" (siehe Definition Arbeitsagentur) Das sind 25.525 Personen und entspricht einer Unterbeschäftigungsquote von 18.2 %. Es handelt sich um Menschen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsförderung oder kurzfristig krank sind.
Zehntausende Gelsenkirchener Bürger leben von der Grundsicherung. Der viel beschworene Strukturwandel hat nach dem Niedergang der Steinkohleindustrie in unserer Stadt nie wirklich stattgefunden.

AUF protestiert gegen eine undemokratische und willkürliche Entscheidung der Bezirksvertretung Mitte. „Hier wurde ein engagierter Bürger brüskiert und verärgert“, so Jan Specht, Stadtverordneter. „Das gesamte Vorschlagspaket zu Haushaltsmitteln im Bezirk wurde von vielen engagierten Vereinen, Initiativen und Bürgern eingebracht, solidarisch diskutiert und zunächst im Bezirksforum angenommen – die Freude war bei vielen groß. So auch bei Rolf Mehnert, der Gelder für ein internationales Nachbarschaftsfest mit dem „Verein internationaler Begegnung“ beantragt hatte, für 700 Euro gab es zunächst grünes Licht.

AUF Gelsenkirchen begrüßt die Forderung der Sozialdezenentin Andrea Henze nach vollständiger Kostenübernahme für die Flüchtlingskosten. 390 Millionen stellt das Land NRW für die Kommunen bereit, davon bekommt Gelsenkirchen 4,83 Millionen Euro. Auch wenn das ein gutes Signal ist, reichen tut es nicht. Allein der Eigenanteil der Stadt liegt in 2023 bei 43,6 Millionen Euro.

AUF ist mit aktiv im Bürgerbündnis gegen die BP-Norderweiterung. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zur Veranstaltung am 17. Februar um 18.30 Uhr im Treff International, Hauptstr. 40.

Kunststoff-Pyrolyse: Etikettenschwindel - kein Beitrag zur Lösung des globalen Plastikmüllproblems

Einladung als pdf

 

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